Sonntag, 23. April 2017
Ende Gelände....
An alle, die meinen Blog bis jetzt gelesen oder sogar bei den Übungen mitgemacht haben:
Mein Weg führt woanders hin, der Kopf rebelliert wieder einmal mit dunklen Wolken und sagt stopp.
Das heisst so viel, dass ich mit Blog schreiben pausiere und darauf hoffe, dass ich wieder den Horizont von Neuem sehe. Bis dahin wünsche ich Euch alles Gute und viel positives Chi.

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Montag, 17. April 2017
In Form bringen......Teil 1
Nun kommen wir zu einem Kernpunkt von Tai Chi. Es beginnt mit der Form. Natürlich hätte ich diesen Teil früher bringen können, da ich es im Trainingsbeispiel beim Aufwärmen als Punkt aufgeführt habe.
Trotzdem beginne ich hier damit.

Die nächsten paar Beiträge werden sich um die 24 er Peking- oder Standardform des Yang Tai Chi drehen.
Wobei ich jeweils auf die Bewegung eingehe und eventuell auch auf eine Art Push Hand Übung oder auf Fa Jin hinweise.

Erster Formenteil ist: Wecke das Qi (Chi)



1 Schulterbreit hinstehen - Füsse nach vorn ausrichten - leicht die Knie beugen - Arm an den Seiten locker lassen

2 Arme mit Handflächen nach unten nach oben ziehen - bis Schulterhöhe - gleichzeitig den Körper leicht strecken

3 Mit leichten Zug die Arme nach unten fallen lassen - die Hände beschreiben einen Bogen - den Körper gleichzeitig senken bis wieder die Knie leicht gebeugt sind.

Beachte bitte:
Die Ausgangsfigur ist die Gleiche wie bei der Standmeditation
Die Schultern sollen gesenkt bleiben, die Ellbogen gegen unten gehalten
Die Hände hängen beim Heraufziehen locker gegen unten und zeigen beim Hinunterfallen gegen oben
Konzentration auf die Punkte bei den Schultern, das Schultergelenk

Push Hands Möglichkeit: Ja, mit Einschränkungen
Variante: Handflächen gegeneinander und versuchen, den Druck während der ganzen Übung beizubehalten - eine Art Spiegelübung

Fa Jing: Klar
Man kann sich das so vorstellen, die Energie kommt von Dantien und fliesst als Impuls durch die Armen zu den Händen, wo die Energie mit einem Peitschenschlag an einen sensiblen Punkt an das Gegenüber abgegeben wird.

Weiter gehts in loser Folge....

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Dienstag, 11. April 2017
Mühlsteinprinzip
Bevor die Form begonnen wird, kommen wir zu einem Teil, dem Mühlsteinprinzip. Besser kann man das im praktischen Teil erklären, doch einen Ansatz kann ich hier mal geben.

Eine zentrale Bedeutung in jeder Kampfkunst hat der Hüftbereich. Der Hüftbereich ist die Verbindung zwischen den Beinen und dem Oberkörper. Das heisst, die Hüfte bewegt sich in einer Ebene, während die Beine oder der Oberkörper auch in ganz anderen Bewegungen sein können, die quer durch den Raum gehen.

Das ist einfach und doch schwierig zugleich. Wir lernen laufen, doch wer sagt uns, wie wir uns möglichst natürlich bewegen ? Eigentlich niemand.

Die Hüfte macht beim normalen Gehen eine Form einer liegenden Acht, die an ihren Enden leicht erhoben ist. Eine Art Achterbahn in dem Sinne. Diese Acht liegt in einer Ebene. Diese Ebene verändert sich nur, wenn wir einen Niveauwechsel des Körpers durchführen.

So ist es möglich, dass sich beim bogenförmigen Gehen, wie es in einigen Formteilen vorkommt, die Hüfte öffnen kann und dann auch wieder schliesst. Damit die Bewegung von unten nach oben und von oben wieder nach unten gehen kann. Die Schraubenbewegung, andere sagen auch sie "spiralen".

Um eine optimale Energie und Kraftübertragung zu erreichen, ist dieses Prinzip sehr wichtig. Am Anfang des Übens wird es noch sehr holprig sein, später dann verfeinert werden.

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